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Forderungen der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs
Dies kann erreicht werden durch: • prägnante Auftritte zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum
Kunst - im öffentlichen Raum aussagekräftig und bedeutsam eingesetzt • Zeitgenössische Kunst, als Ausdruck des menschlichen kreativen Potentials soll augenscheinlicher in das öffentliche Leben eingebunden werden. Menschen nehmen das Angebot, zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum zu erfahren, gerne an. Und besonders Touristen wissen das Alternativprogramm zur klassischen Kunst zu schätzen. • Auf öffentlichen Straßen und Plätzen werden Werke zeitgenössischer Künstler ausgestellt. Auch begleitende Strukturen des Straßenbaus, wie zum Beispiel Lärmschutzwände oder Tunnels, können als Projektionsfläche für Kunst herangezogen werden. • Jede markante Infrastruktureinrichtung, wie zum Beispiel Bahnhof oder Flughafen, stellt ein mögliches Präsentationsportal zeitgenössischer Kunst dar. • In allen öffentlichen Gebäuden und an öffentlichen Plätzen sollen regelmäßige Ausstellungen mit Werken zeitgenössischer KünstlerInnen organisiert werden.
Kunst - mit politischer Wertschätzung und Unterstützung • Der Ruf Österreichs als Kunst- und Kulturstaat wird durch ein spezielles Kunstmanagement gefestigt. Im Rahmen dieses Kunstmanagements kauft der Kulturstaat Österreich verstärkt Werke lebender KünstlerInnen, im besonderen von weniger bekannten KünstlerInnen. Zusätzlich werden in Österreichs ausländischen Dependancen regelmäßige Ausstellungen aus diesem Fundus gemacht.
• Kindern soll bereits in der Schule - unabhängig vom Kunstinteresse oder Kunstverständnis der Eltern - der Zugang zu Kunst ermöglicht werden. • Um die Integration von Kunst in den Alltag und die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zu fördern, besuchen KünstlerInnen im Rahmen von Projekttagen, bzw. - Wochen Schulen und vermitteln Schülern , gemeinsam mit den Pädagogen, Kunst abseits von elektronischen Spielekonsolen. Die junge Generation erlebt so, hautnah das Role-model "KünstlerIn", und erfährt die Vielfalt und Möglichkeiten von Kreativität und Kunst. Kunst - mit spezifischen Fort- Bildungsangeboten für KünstlerInnen • Grundkenntnisse hinischtlich betriebswirtschaftlicher Anforderungen sollen KünstlerInnen bereits an der Kunstakademie vermittelt werden, das heißt, dass an der Kunstakademie Fächer wie Rechtskunde, Marketing, Informatik und BWL zumindest ein Semester lang unterrichtet werden. Bereits ausgebildeten KünstlerInnen soll die Möglichkeit geboten werden, fehlendes Wirtschaftswissen in geförderten Kursen zu erlernen.
• Bei öffentlichen Bauvorhaben soll ein gewisser Prozentsatz an geförderten Ateliers eingeplant werden. • Per Gesetz soll ein gewisser Prozentsatz der Baukosten für Kunst am Bau verwendet werden. Nicht nur Bauherren der öffentlichen Hand, sondern auch die Wirtschaft wird in dieses Programm eingebunden. • Privaten Bauherren soll ein Steuerfreibetrag bei Ankauf von zeitgenössischer Kunst am Bau gewährt werden. • Kunstankäufe durch Firmen sollen verstärkt steuerlich begünstigt werden. Auch private Kunstankäufe - sowohl freier als auch angewandter Kunst - von lebenden KünstlerInnen sollen steuerlich bevorzugt behandelt werden.
Kunst - in staatlichen Förderprogrammen • Für eine breite, lebendige Kunstszene ist es notwendig KünstlerInnen zu fördern. • Besonders Künstlerinnen, die auch im Bereich Kunst unterrepräsentiert sind, bedürfen spezieller Förderprogramme durch den Staat. • Abschaffung der Ober- und Untergrenzen beim Fond der Künstlersozialversicherung Kunst – durch Basissubvention der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs • Standesvertretung der Künstler • Information und Lobbying • Archivpflege • BASIS-Subvention Anhang Das Großereignis Fußball-EM 2008 bietet eine hervorragende Möglichkeit zeitgenössische Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. KunstQuadrat Wandervitrinen mit einer Grundfläche von 1m² werden an gut besuchten öffentlichen Plätzen aufgestellt. In diesen Wandervitrinen wird Kunst aus den verschiedensten Bereichen der Bildenden Kunst vorbeischlendernden Passanten vorgestellt. Die Kunst im KunstQuadrat regt zum Stehenbleiben, Ansehen, Nachdenken und zum Austausch mit anderen Schauenden und Staunenden an. Im Zweiwochenrhythmus werden die Wandervitrinen an verschiedenen Plätzen ausgestellt.
Das Projekt KunstIch fordert den vorbeigehenden Passanten auf seinen persönlichen Kunstbegriff vorzustellen: |