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"Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs" - ein Name, der Berufung und Verpflichtung zugleich in sich birgt. Vielgestaltet und wechselhaft wie die Geschichte unseres Landes war auch die Entwicklung der Berufsvereinigung - kurz BV genannt -
seit ihrer Gründung am 27. November 1912 im Künstlerhaus in Wien: In der wirtschaftlichen Hochblüte der zu Ende gehenden k. u. k. Monarchie ging es darum, den Status des bildenden Künstlers in der Gesellschaft zu heben, Urheberrechte und deren Schutz zu erarbeiten und kulturpolitisch in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Die Wirtschaftskrisen der Zwischenkriegs-zeit (1918 - 1938) führten dazu, dass die wesentlichen Aktivitäten der Vereinigung in die Fürsorge gesetzt wurden. Es galt, persönliche Not zu lindern. Vermittlungen von Ateliers, vermehrte Ausstellungstätigkeiten, Kunstversteigerungen, bis hin zur Verteilung von Kleider- und Wäschespenden für notleidende Künstler - all dies gehörte zum verpflichtenden Aufgabenbereich der BV in der Zeit bis zur Besetzung Österreichs. Im Jahre 1938 wurde die Berufsvereinigung formell aufgelöst und ihre Mitglieder in die "Reichskulturkammer" übernommen.
Die BV existierte nicht mehr bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Doch bereits einen Monat nach Kriegsende im Jahr 1945 etablierte sich die BV mit neuen Aufgabenbereichen für die bildenden Künstler: Besorgung von Lebensmittelkarten, Beschaffung von Malmaterial, Vermittlung von Wohnungen und Aufbau von zerbombten Ateliers, Bildertransporte und Ausstellungen wurden geplant und trotz enormer Schwierigkeiten durchgeführt. Dieser ungeheure Aufschwung war nur möglich, weil damals die Interessen der österreichischen Künstlerschaft konzentriert durch die BV vertreten werden konnte. Die BV trug immer die Verantwortung, für alle bildenden Künstler Österreichs administrativ tätig zu sein. So wurden nach langen und zähen Verhandlungen im Jahr 1958 die gesetzlichen Regelungen mit der Pensionsversicherungsanstalt und der Gebietskrankenkasse zum Abschluß gebracht, Institutionen wie der Künstlerhilfe-Fond, diverse Kommissionen für Steuerprobleme und andere Fachgebiete installiert.
Die Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs, Landesverband Kärnten hat einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung und Stabilisierung der bildenden Kunst im Lande. Die Vereinigung wurde von vielen Persönlichkeiten geformt. Präsident, Vorstand und Mitglieder gaben in der Vergangenheit und auch heute dem Verein eine zielführende Richtlinie. Die Berufsvereinigung wurde zu einem gesellschaftlichen Faktor, der in unserer erfolgsorientierten Zeit Musisches und Wirtschaftliches gekonnt vereinigt.
Die Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs, Sektion Kärnten, ist in ihrer heutigen Konstellation ein glaubwürdiges Forum für Freiheit der Gestaltung und ein Schutzverband für soziale Grundrechte. Die BV Kärnten darf seit 1987 eine Galerie, der ein Künstlercafe angeschlossen ist, Malateliers, ein Grafikatelier mit Siebdruckanlage, Radierpresse und Waschanlage, sowie ein Foto- und Videolabor ihr Eigen nennen. Außerdem steht allen Mitgliedern der BV ein eigener Galeriegarten für künstlerische Zwecke und Veranstaltungen zur Verfügung.
Zu den herausragenden Aktivitäten der BV Kärnten gehören der permanente Galeriebetrieb mit Ausstellungen, Konzerte sowie andere Kulturveranstaltungen. Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs, Landesverband Kärnten, Feldkirchner Strasse 31. 9020 Klagenfurt, Austria
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